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Fanbericht von RTM980

EP-Besuch - diesmal leider mit negativem Beigeschmack

Datum: 31.10.2010
Ersteller: RTM980
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Nachdem ich/wir den Europapark mittlerweile mehrere Dutzend Male besucht haben, will ich diesmal keine reine "Bestnote" vergeben sondern einen eher kritischen Bericht verfassen und hoffe, dass man auch seitens des EP's mitliest. Dass der 31.10. traditionell einer der vollsten Tage im Park ist, war mir bekannt. Daher mied ich ihn bisher und lies mich auch nur unter (jahrelangem) Drängen zu einem Besuch am 31.10. überreden.

Keine Frage: Der Park, die Bahnen, die Shows und generell das Ambiente sind und bleiben top. Der EP gehört vollkommen zu Recht zu den besten Freizeitparks weltweit.

Aber: Irgendwo sollte man - was die Besuchermassen betrifft - an einem Tag wie dem 31.10. einen Riegel vorschieben. Ein zweites Duisburg brauchen wir in Rust nicht. Ich wei? nicht, ob der Park generell eine Kapazitätsgrenze hat (wie bei den Parties) oder jeder rein darf, der zahlt.

Ich habe beim Besuch mehrere kritische Situationen erlebt - die zum Glück - allesamt gut ausgingen. Eine davon zu Beginn der 2.DJ-Bobo Show. Da auf Schildern der Einlass ab 18.45 Uhr angekündigt wurde, die Tore aber erst gegen 19 Uhr geöffnet wurden hatten sich dahinter bereits Unmengen von Menschen angesammelt. Die Deko-Kürbisse und Strohballen, welche am Rand aufgestellt wurden mutierten zu unsichtbaren rollenden Stolperfallen - man wurde mitunter ins Festival-Gelände geschoben. Was passiert wäre, wenn irgendwo auch nur 2-3 Besucher gestolpert wären malt man sich besser nicht aus. Der Zugang zum Gelände an der Eishalle glich einem Trichter, der aus Richtung Russland und Griechenland geflutet wurde. Das Sicherheitspersonal - welches durchaus zahlreich vor Ort war - hätte keine Chance gehabt irgendetwas zu verhindern. Dabei hätte man die Situation ganz leicht deutlich entschärfen können, wenn die Shows mit grö?erem Abstand begonnen hätten.

Als äusserst kritisch empfand ich auch Teile der Wartebereiche u.a. der Poseidon. Hier wurde man zunächst durch einen Gang dessen Fenster nachträglich mit "Plexiglas"-Platten verschlossen wurden in einen recht düsteren Raum gelotst. Dieser verfügt eigentlich über hüfthohe Geländer, die jedoch (provisorisch?) um 2m hohe Bauzäune verstärkt wurden. Ein- und Ausgang lagen direkt nebeneinander und stellten wohl auch den Fluchtweg dar. Durch vergitterte Luken konnte man nach drau?en schauen, doch bei einer Panik z.B. durch ein umgestürztes Gitter oder einem Feuer/Rauchentwicklung würde dies den wenigsten helfen.

Der wahre Grund für Warteschlangen wurde an diesem Tag sehr gut sichtbar, sie stellen quasi ein "Besucherlager" dar. Dass Besucher, die anstehen kein Geld ausgeben, hat man im EP längst bemerkt. Aber, dass man deshalb (im Wartebereich der BlueFire) den halben Liter Wasser für 2,75 Euro verkaufen muss wirkt schon dreist. (Tipp an den EP: Im Hochsommer geht da sicher noch mehr!) - Zumal im Gegenzug im Wartebereich Toiletten Mangelware sind.

Nichtsdestotrotz: Ich bleibe Fan des EP und erwäge im Dezember den Kauf einer Jahreskarte - und eines neuen Rucksacks für noch mehr Verpflegung ;-)

Kommentare zu dem Fanbericht

: 03.01.2011 - 18:39
@Stella: Ich bitte dich meinen Bericht trotz(durchaus nachvollziehbarer) EP-Euphorie in Ruhe zu lesen und anschlie?end zu überlegen, ob es nicht dein Kommentar dazu war, der "dreist" ist. - In Deutschland herscht Meinungsfreiheit und daher müssen auch kritische Stimmen, die manchen evt. auch zum Nachdenken anregen, erlaubt sein. Ich habe zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass das Parkpersonal vor Ort falsch gehandelt hat. Ich habe lediglich geschrieben, dass das Personal im Falle einer Massenpanik überhaupt keine Chance gehabt hätte irgendetwas auszurichten. Meine Kritik richtete sich an die Organisatoren, die hier ganz sicher auch vorbeischauen. Du hast es offenbar noch nicht erlebt, wie es ist, wenn man einfach nur noch geschoben wird und jeder Versuch sich in irgendeine andere Richtung als die der Masse zu bewegen oder einfach nur still zu stehen zum Scheitern verurteilt ist. Du machst es dir verdammt einfach, wenn du schreibst, dass alle "selbst schuld" sind. Genau das stimmt nämlich nicht. Natürlich sind die Leute "schuld", die aktiv drängeln. - Aggressive Drängler, braucht man dazu aber noch nicht einmal. Es reicht völlig aus, wenn sich jeder nur leicht nach vorne lehnt und der Vordermann mitmacht... Die Opfer sind allerdings dann diejenigen, die an der Engstelle stehen und den Druck von hinten nicht mehr weitergeben, ausweichen oder flüchten können. - In dieser Hinsicht sind sie tatsächlich die "Dummen". Genau dies war im Eingangsbereich des Geländes der Fall. Die Kürbisse und Strohballen lagen zunächst noch ordentlich auf den Seiten, doch als mehr und mehr Druck von Hinten aufkam, wichen viele Besucher als letzten Ausweg auf die Seiten aus, was zwangsläufig dazu führte, dass die Kürbisse ins Rollen kamen und sich immer weiter verteilten. Es ist auch nicht auszuschlie?en, dass sich manch ein Besucher - als noch genügend Platz war - einen schlechten Scherz erlaubt und die Kürbisse als Fu?ball verwendet hat. Dies wäre dann allerdings schon der zweite Grund dafür, warum Kürbisse direkt an den Wegen von Wartebereichen nichts verloren haben. Zum Thema Besuchergrenzen: Auf sehr vielen Veranstaltungen gibt es solche Obergrenzen. - Egal ob Discotheken/Clubs, Volksfeste/Veranstaltungen oder Schwimmbäder. Auch dort hei?t es, wer zu letzt kommt hat Pech gehabt. - Wenigstens an "Sonderveranstaltungen" wie dem 31.10. sollte man im EP definitiv darüber nachdenken. - Zumal man die Park-Tickets für die - wohl aus gutem Grund bereits begrenzte - THN und SWR3-Party schon vorab kaufen und somit seinen Platz sichern konnte, was wir auch taten. Zu deiner Frage, wie ich mich fühlen würde, wenn ich (ohne Vorab-Kauf) nicht mehr reingelassen würde, kann ich sagen ich hätte vollstes Verständnis! - Da mir die Veranstalter signalisieren würden, dass ihnen - trotz allem Kommerzdenken und entgangenen Einnahmen - die Sicherheit der Besucher wichtig ist. - Daran, dass dem EP die Sicherheit der Besucher sehr wichtig ist habe ich - abgesehen von den genannten Situationen am 31.10. - keine Zweifel. - Daher soll dieser Bericht/Kommentar auch als Feedback dienen. Da Rust nicht in der Schweiz liegt hinkt dein Vergleich mit schweizer Preisen leider gewaltig. Es ist bekannt, dass die Scheiz (deutlich) teuerer ist. Dafür, dass die Preise im EP teuerer als drau?en sind habe ich Verständnis. Doch dafür, dass die Flasche Wasser ca. das 8-10-fache des Supermarkt-Preises kostet nicht. Das 3-4 fache würde ich gerade noch akzeptieren. Interessanterweise war der Preisaufschlag von sü?en Getränken, wie z.B. Cola deutlich geringer im Vergleich zum gewohnten Normalpreis. Ob es wohl damit zusammen hängt, dass zuckerhaltige Getränke nicht gerade gute Durstlöscher sind? (Die EK-Preise will ich gar nicht wissen). Ich werde den Park ganz sicher auch in Zukunft weiterhin regelmä?ig besuchen, Sonderveranstaltungen jedoch meiden. - Zwar habe ich nun doch keine Jahreskarte, dafür aber einen neuen Rucksack gekauft ;-)

morphinus: 04.12.2010 - 11:12
Das Plexiglas von dem du Sprichst und die Bauzäune in Poseidon waren für die THN da... dieser Anstellbereich wird auch wirklich nur genuzt wenn es gar nicht mehr anderst geht! Hab bis jetzt 1 mal erlebt, das dieser offen war!

Stella10: 21.11.2010 - 10:34
Ich war an diesem Tag auch im Park. Es stimmt schon, das extrem viele Menschen da war. Aber ich miss da mal was sagen, das Problem dass du bei der Schow von Dj Bobo hattest, ist ganz einfach zu erklären. Es sind doch nicht die Kürbisse und Stohballen schuld, wenn die Leute so dumm sind, dass sie immer und überall einfach drängeln müssen. Ich find es ehrlich gesagt ziemlich dreist, dass hier das Parkpersonal beschuldigt wird nicht richtig gehandelt zu haben wenn ihr einfach selbst schuld an der Situation seid. Fast bei jeder Panik die ausbricht oder brechen kann, sind es doch wir, die dafür verantwortlich sind. Ich hab dir einen guten Tipp, geh einfach nicht mehr hin, wenn es dir zu viele Menschen hat. Denn die Parkleitung wäre sehr dumm, wenn sie da einfach eine Obergrenze setzten würde. Sonst können sie ja mal bei dir beginnen und dann siehst du, wie du dich fühlen wirst. Und noch was, wenn man in einen Freuzeitpark geht, weiss man auch, dass die Lebensmittel einfach teurer sind. Es zwingt dich ja niemand, diese zu kaufen. Geh mal in die Schweiz, dann bezahlst du noch mehr und das fängt schon beim Eintritt ein.Keine Sorge, ich hatte auch mal ein kleines Problem mit den Angestellten und hatte en Mut, der Direktion direkt zu schreiben und das ganze nicht hier rein zu schreiben. Trotz allem wünsch ich dir/euch weitere schöne Stunden im Park. Lg

galicius: 08.11.2010 - 12:27
Ich war an diesem tag auch im park, ich hatte aber nie das gefühl das die situation irgendwie ausser kontrolle geraten könnte, das liegt vieleicht auch daran das ich bewusst die zu überfüllten bereiche gemieden hatte. Trotzdem muss ich dir recht geben, dass es bei einer panik übel hätte enden können. ich denke die umbauten in poseidon waren nur provisorisch da der anstehbereich am abend eine attraktion der thn war. eine besucherobergrenze halte ich für eine sehr schlechte idee, oder was würdest du sagen wenn du nach 4 stunden fahrt an der parkkasse kein ticket mehr bekommst? Danke für den kritischen bericht, auch solch sachen sollen berichtet und diskutiert werden.

Reisebraut: 06.11.2010 - 12:38
Hallo, interessanter Bericht! Die Leitung des Parks sollte sich da wirklich was überlegen, sowas kann ganz schön gefährlich werden. Danke für deine Info.


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